Doppelter Nuller zu Weihnachten

Kurz vor der Weihnachtspause musste das Herren 1 noch zwei sehr wegweisende Spiele im Kampf um den Ligaerhalt bestreiten. Einerseits vergangenen Samstag zum Start der Rückrunde gegen Münchenbuchsee und anderseits ein Nachtragsspiel am Montagabend gegen Tabellennachbar Gelterkinden. Kurz und knapp: Beide Spiele gingen mit 0:3 und 1:3 deutlich verloren, womit die Luft im Tabellenkeller bedrohlich dünn wird. Will man in Aarberg auch eine achte Saison in Serie auf nationalem Parkett bestreiten, müssen nun dringend Punkte her.

Dabei begann im Spiel gegen Münchenbuchsee alles nach Plan für den Volero. Ein funktionierendes Sideout-Spiel und trotz wenig Platz starken Services legten den Grundstein für den Vorsprung von bis zu acht Punkten. Viele Eigenfehler und Fehlentscheidungen (nicht von den unparteiischen, sondern von den nummerierten) später konnte das Heimteam seinerseits drei Satzbälle abwehren und schlussendlich den Satz mit 30:28 gewinnen. Im Nachgang an das Spiel wird man gebetsmühlenartig die gängige Floskel «Gewinnen wir den ersten Satz sieht das Spiel ganz anders aus» wiederholen. Aber die wichtigen Sätze gehen zurzeit leider ausnahmslos verloren.

Dieser Dämpfer sass in der Folge tief in den Knochen der Seeländer. Nichts war mehr zu sehen von dem anfänglichen Feuer und der Motivation. Buchsi konnte gleich mehrere Gänge zurückschalten und hatte das Geschehen dennoch im Griff. Mit 25:18 und 25:17 wurde die anfänglich umkämpfte Partie zu einer klaren Angelegenheit.

VBC Münchenbuchsee vs. Volero Aarberg                                                         3:0 (30:28, 25:18, 25:17)

Volero Aarberg: Käser (C), Hess. (L), Rösch, Walker, Schnyder, Wyssen, Fercher, Neumann, Däppen, Christen.

Abwesend: –

Coach: Ilena Citro

NVP of the Game in Buchsi:                                                                                                 #3 Nick Muster

Es gibt Bälle, die würden ohne Eingreifen zum Punkt führen. Chnuspi sieht dies jedoch anders und macht sicherheitshalber den Fehler direkt selbst.

Zwei Tage später stand das Duell der beiden letztplatzierten der Gruppe B auf dem Tagesplan. Der Verlierer geht mit der roten Laterne in die Weihnachtspause.

Im Wissen, dass die Basler ihr Spiel rund um Ihren Top-Angreifer mit der Nummer #20 aufbauen, wurde die Blockstrategie angepasst. Leider gelang es dem Volero dennoch nicht, ihn in den Griff zu kriegen. Phasenweise zeigte das Herren 1 gute Spielzüge und konnte sehenswerte Punkte erzielen. Doch das Gefühl, nicht mit der letzten Konsequenz am Werk zu sein, liess einen nicht los und bestätigte sich darin, dass Gelterkinden zweimal in der Satzmitte die Differenz schuf und mit 25:21 und 25:15 vorlegte.

Zu allem Übel verletzte sich im zweiten Abschnitt Aussenangreifer Rösch am Oberkörper und wurde durch Edeljoker Wyssen ersetzt. Ob es an dieser Hiobsbotschaft lag oder ob sonst was dafür verantwortlich ist, kann nicht gesagt werden. Tatsache ist jedoch, durch die Aarberger Reihen ging ein Ruck. Ein starker Auftritt im dritten Umgang sorgte für den 25:19 Anschluss.

Die fehlende Konstanz zeigte sich einmal mehr im darauffolgenden Satz. Lange Zeit waren beide Mannschaften ebenbürtig. Erst in der entscheidenden Phase leistete sich der Gast einmal mehr zu viele individuelle Fehler. Gelterkinden wusste davon zu profitieren und holte sich Satz und Spiel mit 25:22.

Nach elf Matches ist das Herren 1 nun also ganz unten angekommen. Mit drei Punkten ist man zurecht das Schlusslicht. Die Vorrunde hat gezeigt, oft fehlt nicht viel zu einem Erfolg. Doch damit kann man sich bekanntlich nichts kaufen. Es gilt nun die Vorrunde abzuhaken und im neuen Jahr mit viel Elan und Motivation die Mission Ligaerhalt in Angriff zu nehmen.

VBC Gelterkinden vs. Volero Aarberg                                                  3:1 (25:21, 25:15, 19:25, 25:22)

Volero Aarberg: Käser (C), Hess. (L), Rösch, Walker, Schnyder, Wyssen, Fercher, Neumann, Däppen, Christen.

Abwesend: –

Coach: Dario Bürgi

NVP oft he Game in Gelterkinden:                                                                                           #4 Manu Käser

Ohne Druck die Netzkante streicheln ist definitiv Pokalwürdig oder war es der Gratisball direkt zum Gegner…?

Zusatz NVP oft he Game in Gelterkinden:                                                                                     #3 Nick Muster

Pokal zu Hause vergessen. Strafpokal ist die logische Konsequenz. Was für ein Comeback… Zwei Spiele und gleich zwei NVP-Auszeichnungen^^

2 Titel: Jan Wiebe van der Sluis, Joel Rösch, Nino Wyssen, Joni Walker, Nick Muster

1 Titel: Alex Däppen, Levy Hess, Manu Käser und Levin Christen