Ein Weihnachtsgeschenk im November…

Zum zweiten Mal diese Saison durften die Aarberger am Samstag an der Seitenlinie auf die Dienste der charismatischen Trainerin Ilena Friedrich zählen. Anders als bei der Premiere agierten sie diesmal, zusammen mit Kim Schädler, als Coaching-Duo. Was hingegen gleich blieb, war ein Spiel über fünf Sätze sowie der Punktgewinn. Der Volero gibt eine intensive und mit zunehmender Dauer auch emotionale Partie, nach einer 2:0 Satzführung leichtfertig aus den Händen. So gewinnt man zwar einen Punkt, verschenkt aber deren zwei an Bern.

Dabei lief zu Beginn alles wie am Schnürchen. In den ersten beiden Sätzen konnte das Heimteam jeweils früh mit einigen Punkten in Führung gehen und die Berner so in Bedrängnis bringen. Der Block der Berner war noch nicht auf Betriebstemperatur und ermöglichte so dem Volero viele Punkte im Angriff. Zwar merkte man bald, dass der Ausgang des Spiels wohl umkämpft sein würde, doch schien es, als hätte Aarberg alles im Griff. Mit 25:22 und 25:15 holte man sich demnach auch die ersten beiden Abschnitte.

Nun schienen aber die Gäste aus der Hauptstadt doch noch aufgewacht zu sein. Satz Nummer drei begann mit drei Punkten ihrerseits. Diesen Punkten rannten die Seeländer bis zum 22:22 Ausgleich nach. Zu diesem Zeitpunkt war die Stimmung schon ordentlich aufgeheizt doch der Unparteiische liess die Karten trotz permanentem reklamieren der Gäste in der Tasche. Erst als das Gejammer unerträglich wurde, sah ein Berner gelb. Leider verpasste der Volero an dieser Stelle die Emotionen in positive Energie umzuwandeln und verschenkte den Satz 23:25.

Nach diesem Rückschlag lief bei Aarberg nichts mehr wie noch zu Beginn. Die Angriffe wurden entweder geblockt oder landeten im Aus. Viel zu oft wurde im Abschluss gesündigt. Uni Bern hingegen kam immer besser in Fahrt und zog auf 19:13 davon. Eine erneute Aarberger Aufholjagd blieb aus und Bern holte Durchgang vier mit 25:17.

Im selben Stil ging der Entscheidungssatz los. Beim Seitenwechsel stand es bereits 8:2 für das Gastteam. Doch nun sammelte sich der Volero ein letztes Mal und kam bis auf 11:12 heran. Doch schlussendlich war auch dieses aufbäumen nicht mehr als Resultatkosmetik. Uni Bern gewinnt den Fünften 15:11.

So schenkt man den Berner zwei Punkte in einem Spiel, dass eigentlich nicht verloren gehen darf. Die Enttäuschung nach einem intensiven und harten Kampf ist riesig, da hilft auch die Tatsache, dass man dank diesem einen Punkt nicht mehr auf einem Abstiegsplatz liegt, nicht viel. Nächste Woche geht es auswärts gegen den fünftplatzierten VBC Malters in die achte Runde.

Besten Dank Ilena und Kim fürs coachen und auch dem Damen 1 für die Flexibilität der Anspielzeit.

Volero Aarberg vs. VBC Uni Bern                                                           2:3 (25:22, 25:15, 23:25, 17:25, 11:15)

Volero Aarberg: Käser (C), Hess. (L), Rösch, Walker, Schnyder, Wyssen, Fercher, Neumann, Däppen, Christen.

Abwesend: Muster (Ferien)

Coach: Ilena Friedrich-Citro

Assistant Coach : Kim Schädler

NVP of the Game :                                                                                                                  #8 Nino Wyssen

Nach Paragraf 13b der internationalen NVP-Konvention hat das Versäumnis der NVP Vergabe automatisch den NVP-Titel zur Folge. Dieser Entscheid ist definitiv und kann nicht angefochten werden. Besten Dank für das Verständnis.

NVP Ranking:

2 Titel: Jan Wiebe van der Sluis, Joel Rösch, Nino Wyssen

1 Titel: Alex (Diva-)Däppen, Joni Walker und Levin Christen