Aarberg verliert hochkarätigen Spitzenkampf in Genf

Zwei Wochen lag der Sieg im Prolog gegen Martigny schon zurück, als der Volero am Samstag auswärts gegen Servette Star-Onex die zweite Partie in Angriff nahm. Die Genfer blieben in ihren ersten beiden Meisterschaftsspielen makellos und stehen an der Tabellenspitze. Eine spannende Ausgangslage für diese Affiche. Die Zuschauer wurden keineswegs enttäuscht und kriegten einen zweistündigen, hochstehenden Schlagabtausch geboten. Schlussendlich waren es die Genfer, welche sich mit 3:1 die drei Punkte sicherten.

Wobei das Spiel eine Aufwärmphase nötig hatte. Die Gäste zogen nämlich einen Fehlstart ein und lagen gleich mit 0:4 im Rückstand. Genf schien das Geschehen im Griff zu haben, der Volero konnte lange nicht aufschliessen. Erst Fercher mit viel Druck im Service brachte Aarberg wieder auf 18:19 ran. Servette behielt jedoch die Nerven und gewann den Satz 25:22.

Von nun an begegneten sich die Teams auf Augenhöhe. Die Punktevergabe in abwechselnder Reihenfolge brachte Stimmung in die Halle. Trotz besser werdender Abstimmung beim Volero sahen sie sich daraufhin mit 12:15 im Rückstand. Ein Time-Out von Coach van der Sluis brachte die Wende. Aarberg zog vorbei und holte den Satzausgleich mit 25:23.

Die Stimmung tastete sich langsam an den Siedepunkt heran, tolles Volleyball wurde gezeigt. Herrliche Angriffe reihten sich an starke Verteidigungen. Den Seeländern gelang es schliesslich mit einem 20:17 Vorsprung die vermeintliche Entscheidung herbeizuführen. «In den entscheidenden Momenten vermisste ich die letzte Konsequenz im Angriff» liess van der Sluis nach dem Match verlauten. So erstaunte es nicht, dass Servette den Tritt wieder fand und auf 23:23 ausglich. Beide Mannschaften konnten danach einen Satzball abwehren, ehe die Hausherren den Sack mit 26:24 zumachten.

Ärgerlicher Rückschlag für die Aarberger, die zu diesem Zeitpunkt der Partie langsam die Oberhand gewannen. Mittlerweile kochten die Emotionen auf und vor allem neben dem Platz hoch. Das Spiel bot nun alles was das Herz begehrt: Nervenaufreibende Ballwechsel, umstrittene Entscheide und ein Publikum, welches bei jedem Punkt nahezu ausflippte. Wieder war der Durchgang lange Zeit ausgeglichen und wieder waren es die Gäste, die kurz vor Schluss eine Lücke aufmachen konnten. Als wäre es der Parallelen noch nicht genug, glichen die Westschweizer erst zum 23:23 und danach zum 24:24 aus. Ein Angriff an die Antenne stürzte die Gäste daraufhin ins Tal der Tränen. Genf gewinnt ein hochspannendes Spiel auf Messers Schneide mit 3:1.

«Es war eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem ersten Spiel, ärgerlich hat es nicht zu Punkten gereicht. Darauf lässt sich jedoch aufbauen, wir spielen ja noch ein Rückspiel» resümiert Captain Bürgi.

Lange den verpassten Chancen nachtrauern liegt sowieso nicht drin. Nächste Woche steht ein Doppelwochenende an. Am Samstag gegen Murten und am Sonntag im Cup gegen Thun. Beide Spiele finden in der Aarfit statt.

Servette Star-Onex – Volero Aarberg                                                   3:1 (25:22, 23:25, 26:24, 26:24)

Volero Aarberg: Bürgi (C), Muster M. (L), Rösch, Muster N., Käser, Schnyder, Wyssen, Fercher, Neumann, Däppen

Abwesend: –

Coach: J-W. van der Sluis

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