NLB mit missglücktem Saisonstart am Genfersee

Nach mehr als einem halben Jahr ohne Ernstkampf stand am Samstag für Aarberg das erste Spiel der neuen NLB Meisterschaft auf dem Programm. Beherzt starteten die Gäste in Lausanne in die Partie und gaben im ersten Satz den Ton an. In den folgenden Abschnitten konnte der Volero jedoch nicht mehr an die anfängliche Leistung anknüpfen und verlor die Partie 1:3.

Aufgrund einer Reglementsänderung von SwissVolley, die besagt, dass in NLB Teams aus NLA Clubs nur noch drei Spieler älter als 22 Jahre sein dürfen, musste Lausanne einige Kaderänderungen vornehmen um den neuen Vorgaben gerecht zu werden. Ein junges, energiegeladenes Team ist das Resultat dieser Änderungen. Bei den Aarbergern hingegen waren durch die Abgänge von Mario Scheurer und Jan Wiebe van der Sluis nur zwei Positionen neu zu besetzten. Mit Fabio Leuenberger (TV Murten Volleyball) und Nino Wyssen (TV Lunkhofen, Volero Junior) wurden diese Lücken geschlossen. Zudem figurieren Flavien Neumann und Levin Christen aus dem eigenen Nachwuchs neu im Kader der 1. Mannschaft.

Nach einer eher kurzen dafür umso intensiveren Vorbereitung stand mit dem Lausanne université Club ein erster Gradmesser an. Gleich von Beginn weg drückte Aarberg dem Spiel den Stempel auf. Der Volero, sonst nicht für gute Starts bekannt, setzte LUC schon im Service unter Druck und zog mit vier Punkten davon. Die Waadtländer, sichtlich verunsichert, konnten erst gegen Ende des Satzes Fahrt aufnehmen. Aarberg hielt den Druck hoch und konnte sich den ersten Satz mit 25:18 sichern.

Nun hat der Volero definitiv Lunte gerochen und realisierte, dass bei diesem Gegner etwas zu holen sein würde. Doch die Lausanner gaben nicht klein bei, im Gegenteil. Besonders die Aussenangreifer wussten sich in Szene zu setzten und bereiteten den Gästen grösste Mühe. Wuchtige Angriffe über die Diagonale oder clevere Blockanschläge waren oft sichere Punkte. Beim Stand von 24:20 aus Sicht des Gastgebers versuchte Aarberg nochmals das Ruder rumzureissen und verkürzte auf 24:23. LUC beendet mit einem erfolgreichen Angriff den Satz 25:23.

Die anfängliche Euphorie der Seeländer wich zusehends der Verzweiflung. Es erweckte den Eindruck, das LUC auf alle probaten Mittel Aarbergs eine Antwort zur Hand hatte. Sinnbildlich dafür ist eine Szene aus dem dritten Abschnitt. Mittelblocker Däppen donnert einen Ball ins gegnerische Feld welcher wohl in 99 von 100 Fällen ein klarer Punkt wäre, doch irgendwie erwischen die Lausanner den Ball noch, welcher anschliessend via Netzkante äusserst unglücklich ins eigene Feld kullert. Trotzdem kämpften die Gäste weiter und mussten den Satz nur knapp mit 23:25 dem Gegner überlassen.

Neuer Satz, neues Glück? Leider nein, denn nun machte sich der Volero mit vielen Fehlern das Leben selber schwer. Die bis dahin gute Annahme fing an zu bröckeln, was sich auf den gesamten Spielaufbau auswirkte. Oft waren zwei oder drei Versuche nötig, um einen Punkt zu erzielen. Lausanne hingegen verwandelte ihr Sideout meist im Ersten. Zwar hatte LUC schon früh zwei Punkte Vorsprung doch es blieb wieder bis zum Schluss spannend. Mit einem Ass sorgte der Gastgeber für die Vorentscheidung ehe der Satz mit 25:23 zu Ende ging.

Eine bittere Pille für die Aarberger. Nach gutem Start muss man festhalten, dass die Punkte definitiv in Reichweite lagen. Schade, doch der Fokus gilt es nun sofort auf die nächste Woche mit dem ersten Heimspiel der Saison zu richten. Servette Star-Onex ist um 18.00 Uhr zu Gast in der Aarfit-Arena. Die erste Mannschaft freut sich über zahlreiche maskentragende Fans!

Lausanne UC II  vs Volero Aarberg                                                     3:1 (18:25, 25:23, 25:23, 25:23)

Volero Aarberg: Bürgi (C), Käser (L), Rösch, Muster N., Muster M.(L), Wyssen, Guerra, Fercher, Leiser, Christen, Neumann, Schnyder, Däppen,

Abwesend: Leuenberger (Verletzung am Oberkörper)

Coach: C.Guerra (PC), T.Guerra (AC)

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