NLB verliert nach hartem Kampf gegen Kreuzlingen

Nach dem Erfolg gegen Oberdiessbach vorige Woche, muss Aarberg zu Hause gegen Kreuzlingen als Verlierer vom Platz. In einem spannenden Spiel setzten sich die Ostschweizer mit 3:1 Sätzen durch. Dass alle Sätze sehr knapp ausfielen, macht die Niederlage umso schmerzhafter.

Vor dem Spiel lag der Fokus für einmal nicht auf dem gelb-blauen Rund. Corona. Es ist noch gar nicht lange her, da dachten bei diesem Begriff wohl die meisten an ein kühles – naja Bier kann man dem zwar nicht sagen – Erfrischungsgetränk. Nun, Zeiten ändern sich und so wurde Corona zu einem ansteckenden Virus. SwissVolley hat bereits anfangs Woche in einem Rundschreiben verkündet, dass ab sofort auf den Hand-Shake vor und nach dem Spiel verzichtet wird. Dieser Massnahme wurde kaum Beachtung geschenkt, ja gar belächelt wurde sie. Und dann kam Freitag vormittags bekanntlich der Hammer aus dem Bundeshaus.

Als wäre dem noch nicht genug, setzte der Kanton Bern noch einen drauf. Ab sofort dürfen Events unter 1000 Personen nur noch durchgeführt werden, wenn man von allen Besuchern die Identität kennt und sicher ist, dass sich diese in den letzten zwei Wochen nicht in einer von Covid-19 betroffenen Region aufgehalten haben. Das Spiel gegen Kreuzlingen stand somit auf mehr als nur wackeligen Beinen. Teammanager Schnyder setzte alle Hebel in Bewegung, dass trotz Skiferien genügend Helfer anwesend waren um alle Matchbesucher zu registrieren und so der Match doch durchgeführt werden konnte.

Die Zuschauer waren noch nicht alle auf ihren Plätzen, als der Gast bereits mit 9:3 in Führung lag. Aarberg wirkte verunsichert und reihte Fehler an Fehler. Daraufhin nahm Kreuzlingen etwas Druck raus und gleichzeitig steigerten sich die Seeländer im Service. Dies führte dazu, dass der Volero plötzlich doch um den Satzsieg mitreden konnte. Umso ärgerlich also, ging der Satz erst in der Verlängerung mit 28:26 an die Thurgauer.

Als hätte dies die Aarberger Jungs wachgerüttelt starteten sie in den zweiten Umgang. Die Annahme stand gut, sodass Zuspieler Bürgi Mal für Mal die Mittelblocker lancieren konnte. Diese wiederum torpedierten (Check!) die gegnerische Abwehr und stellten das Score zwischenzeitlich auf 9:1. Die vermeintlich beruhigende Führung wurde prompt zum Stolperstein. Kreuzlingen witterte, nachdem die Gastgeber nachlässig wurden, ihre Chance und kämpfte sich zurück. Am Ende waren es dann doch die Aarberger die sich – wenn mit 25:23 auch nur knapp- den Durchgang sicherten.

Die Nerven der Zuschauer wurden weiter auf die Probe gestellt, fast als sässen sie auf einer Achterbahn. Urplötzlich bekundete wieder die Heimmannschaft Mühe mit ihrem Spiel. Ungewöhnliche Fehler und viele Ungenauigkeiten schlichen sich ein. Kreuzlingen sicherte sich diesen Umgang mit 25:20.

Spätestens der vierte Satz liess ein jedes Volleyballherz höher schlagen. Aarberg powerte mit starken Angriffen während die Kreuzlinger mit teils spektakulären Verteidigungen glänzten. Die nun auf hohem Niveau geführte Partie sah lange kein Team in Vorsprung. Gegen Ende des Satzes gelang es dem Volero mit 24:22 in Führung zu gehen. Satzball also. Doch dieser eine Punkt wollte nicht gelingen und die Thurgauer glichen aus. Auch dieser Durchgang ging in die Verlängerung, in welcher sich Pallavolo Kreuzlingen mit 28:26 den Satz und so auch das Spiel sicherte. Bitter. Sehr Bitter.

Das Spiel hätte sicher einen fünften Satz verdient gehabt. Doch die Thurgauer waren im entscheidenden Moment kaltblütiger und verdiente sich die drei Punkte. Für Aarberg ist diese Niederlage ein Rückschlag im Kampf um den Ligaerhalt. Doch es bleibt keine Zeit um zu resignieren, bereits am Sonntag steht das nächste Spiel an. Um 16.00 treffen sie auswärts auf Schönenwerd. Es gilt: Verlieren verboten!

Ein grosser Dank geht an dieser Stelle an alle, die kurzfristig für dieses Spiel als Helfer eingesprungen sind! Ohne euch wäre dieses Spiel nicht möglich gewesen, Merci viumau!

 

Volero Aarberg  vs Pallavolo Kreuzlingen                1:3 (26:28, 25:23, 20:25, 26:28)

Aarfit, 154 Zuschauer

Volero Aarberg: Bürgi (C), Käser (L), Rösch, van der Sluis, Muster N., Muster M.(L), Scheurer, Schnyder, Guerra, Fercher, Leiser Däppen,

Abwesend: Leitis, Kolb

Coach: Guerra-Schmocker

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