NLB sichert sich nach Doppelrunde den fünften Platz!

Zum Abschluss der Rückrunde trafen die Aarberger vergangenes Wochenende auf Colombier Volley und Volleyball Papiermühle. Das Ziel, in zwei Partien mehr Punkte zu erzielen als Tabellennachbar Oberdiessbach in ihrem letzten Spiel, schien klar und realistisch. Etwas überraschend konnten die Seeländer bereits samstags zu später Stunde jubeln.

Die Vorbereitungen für diese wichtige Doppelrunde begann mit einem veritablem Paukenschlag. Noch in der Altjahrswoche verlässt Coach Xavier Melsion das Team. Nach einem halben Jahr intensiver Arbeit mit dem Volero wurden die Differenzen zwischen ihm und Leitfigur Carlos Guerra leider unüberwindbar. Guerra übernimmt die Funktion als Headcoach interimistisch bis ende Saison.

Die Feuertaufe erfolgte im Spiel gegen Colombier Volley. Gegen die Neuenburger hatten die Seeländer nach der deutlichen Auswärtsniederlage eine Scharte auszuwetzen. Im ersten Satz zeigte das Heimteam spektakuläres Volleyball und konnte den Gegner in Schach halten, ja phasenweise gar dominieren. Colombier, ohne Coach und mit einem schmalen Kader angereist, musste den ersten Umgang mit 17:25 dem Volero überlassen.

Satz zwei war bis weit in die Crunch-Time ausgeglichen und bot dem Publikum einige sehenswerte Ballwechsel. Die Gäste setzten sich in der Folge mit 23:21 ab und besiegelten den Abschnitt mit 25:22. Die Aarberger, in Gedanken wohl noch beim Satzausgleich, verschliefen den Start zum dritten Durchgang. Schnell sah man sich mit 6:11 später gar mit 14:21 in Rückstand. 25:14 lautete das deutliche Satzresultat.

Nun folgte, wie könnte es auch anders sein, der totale Einbruch des Voleros. Wer sich nach dem Lesen des letzten Satzes in seiner Prognose bestätigt sieht, muss ich leider enttäuschen. Denn das Gegenteil traf ein. Wie Phönix aus der Asche erhoben sich die Aarberger und waren gewillt das Spiel noch zu wenden. Mit 25:19 sicherte sich das Heimteam den vierten Satz und glichen zum 2:2 aus.

Das zahlreiche Publikum kam also zum zweiten mal diese Saison in den Genuss eines Tie-Breaks. Wieder gestaltet sich die Anfangsphase ausgeglichen, die Teams schenkten sich nichts. Nach dem Seitenwechsel gelang es schliesslich dem Volero die entscheidende Lücke zum 10:7 aufzureissen. Damit war die Gegenwehr der Neuenburger gebrochen. Mit 15:9 entschied Aarberg den Entscheidungssatz für sich und konnte den ersten Sieg im neuen Jahr feiern.

 

Per Live-Ticker erfuhren die Seeländer nach dem Spiel, dass Oberdiessbach gegen Fully einen Punkt liegen liess. Somit konnten die Aarberger bereits am Samstag den fünften Platz bejubeln.

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All zu lange durfte allerdings nicht gefeiert werden, denn am Sonntag stand mit Papiermühle bereits der nächste Gegner auf der Matte. Coach Guerra stellte für Aarberg fast die komplette Mannschaft um und gab den Spielern, die bisher noch wenig zum Einsatz kamen, die Möglichkeit, Spielpraxis zu sammeln.

Die Seeländer wussten auch mit ungewohnter Aufstellung zu überzeugen. Der Startsatz war eine wahre Belastungsprobe der Nerven. 24:23 stand es, als Schnyder mit Satzball zum Service schritt. Den Gästen gelang es diesen Ball abzuwehren und auszugleichen. Es sollte eine ganze Rotation dauern, bis Schnyder sich bei 32:31 wieder mit Satzball hinter die Grundlinie stellte. Diesmal klappte es dann auch mit dem Punkt und der Monstersatz fand mit 33:31 ein gutes Ende für Aarberg.

Auch der zweite Abschnitt entpuppte sich als Krimi und musste in die Verlängerung. Zwar lagen die Gastgeber zwischenzeitlich mit vier Punkten zurück, konnten sich jedoch zurückkämpfen ehe man sich mit 24:26 denkbar knapp geschlagen geben musste.

Diese knappen, nervenstrapazierenden Entscheidungen bekamen nicht allen gleich gut. Ein Berner Protagonist (Dem Schreiberling ist der Name gerade entfallen) verlor bisweilen etwas die Contenance und tat seinen Unmut lautstark kund. Ob er mit einem Schiedsrichterentscheid haderte oder die Mischung des isotonischen Getränks zu süss war ist nicht abschliessend geklärt. Nun seine Teamkameraden liessen sich davon nicht beirren und gewannen Satz drei mit 25:22.

Im vierten Satz legten die Gastgeber los wie die Feuerwehr und gingen sogleich mit 5:0 in Führung. Leider konnte man diese Pace nicht aufrecht erhalten und Papiermühle fand ins Spiel. Mit einer Punkteserie im Service brachten sich die Gäste erstmals mit 17:16 in Führung. Beim Stand von 21:21 musste Mittelblocker Schnyder nach einer Verletzung ausgewechselt werden. Gute Besserung! Im Anschluss konnte der Gast den Sack mit 25:22 zu machen.

So geht ein intensives und spannendes Wochenende zu Ende. Mit dem erreichten fünften Platz sichern sich die Volero-Jungs drei Punkte für die kommende Abstiegsrunde. Ebendiese startet am 1. Februar auswärts in Winterthur. Die weiteren Gegner sind der Reihen nach: VBC Fully, Pallavollo Kreuzlingen, Oberdiessbach, Schönenwerd und Wetzikon. Die genauen Daten werden noch bekannt gegeben

 

Volero Aarberg  vs Colombier Volley I                                               3:2 (25:17, 22:25, 14:25, 25:19, 15:9)

 

Volero Aarberg  vs Volleyball Papiermühle                                      1:3 (33:31, 24:26, 22:25, 22:25)

Volero Aarberg: Bürgi (C), Käser (L), van der Sluis, Muster N., Muster M.(L), Scheurer, Schnyder, Guerra, Leiser, Fercher Däppen, Leitis

Abwesend:Rösch,Kolb

Coach: Guerra (PC), Christen (AC)

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