H1 mit dem Rücken zur Wand

Im Hinspiel des 1. Liga Playoff Finals mussten sich die Aarberger gegen STB Volley mit 1:3 geschlagen geben. Die Berner Equipe, bestehend aus ehemaligen NLA/NLB Spielern, war über die gesamte Partie konstanter und in den entscheidenden Momenten abgebrühter.

Das Interesse an diesem Finalspiel war gross und die Aarfit-Arena gut gefüllt. Beim aufwärmen am Netz sahen die zahlreichen Zuschauer einen Philip Gabathuler, in den Reihen des STB, welcher die Bälle regelrecht ins Feld donnerte. Die Aarberger waren gewarnt.

Präzision und Spielfreude forderte Coach Brütsch von seinen Jungs. Gesagt getan. Aarberg startete stark ins Spiel sodass die Berner beim Stand von 4:1 bereits ein Time-Out nötig hatten. Danach ging es im gleichen Stil weiter und in der Mitte des Satzes konnte das Heimteam den Vorsprung gar auf vermeintlich beruhigende fünf Punkte vergrössern. Mit dem Satzgewinn vor Augen begann jedoch das Nervenflattern. Die Annahmen wurden ungenau und im Angriff agierte man zu zaghaft. Gegen ein Team wie STB fatal. Nach und nach konnten die Gäste den Rückstand aufholen und zum 23:23 ausgleichen. Die Aarberger wussten zwar noch einen Satzball abzuwehren, doch im zweiten Anlauf sicherten sich die Berner den Satz zum 26:24.

Schnell war die ärgerliche Pleite aus dem ersten Satz vergessen und der Volero startete wiederum mit einer Druckphase. Mit wuchtigen Angriffen und nun auch vermehrt gelungenen Blockaktionen war das Heimteam rasch mit fünf Punkten in Führung. Kontinuierlich wurde der Vorsprung vergrössert. Ohne Zwischentief und mit den Nerven im Griff steuerte man dem Satzausgleich entgegen. Eine schlechte STB Annahme, welche auf der Netzkante landete, wurde von Aarberg Mittelblock Leiser prompt zum 25:17 bestraft.

Zu Beginn des dritten Abschnitts passte beim Heimteam wenig zusammen. Mit vier negativen Annahmen in Serie brachte man sich schon arg in Bedrängnis. Nach einer klaren Brütsch-Ansage im Time-Out konnte sich der Volero etwas fangen. Und Tatsächlich. Die Volero Jungs kämpften sich Punkt für Punkt zurück und glichen den Satz zum 16:16 aus. Leider gelang es in der Folge nicht, das Aushängeschild der Gäste in den Griff zu bekommen. Gabathuler liess seine Klasse aufblitzen und war mit seinen Angriffen oft erfolgreich. Zu oft für die Aarberger, somit ging der Satz mit 25:18 an STB.

Aarberg begann kampfbereit und siegeswillig in den vierten Umgang. Die Zuschauer stellten sich bereits auf einen fünften Satz ein, nachdem das Heimteam mit 11:6 in Führung ging. Doch symptomatisch für die ganze Partie liess man sich auch diese Führung durch fehlende Konstanz und vielen Servicefehlern wieder nehmen. Der Ausgleich zum 17:17 war zugleich der Gnadenstoss für den Volero. Die Luft war draussen und man erzielte nur noch zwei Punkte ehe die Berner den Satz mit 25:19 gewannen.

Die Aarberger stehen nach der 1:3 Niederlage mit dem Rücken zur Wand. Will man den Sieg in diesem Finale erreichen, so muss das Rückspiel mit 3:0 gewonnen werden. Sicher ein schwieriges Unterfangen, aber das Hinspiel hat gezeigt, dass nicht viel fehlt. Nun gilt es Ruhe zu bewahren und sich optimal auf das Rückspiel einzustellen.

Das zweite Spiel des Finals findet nächsten Samstag um 14.30 Uhr in der Matte in Bern statt. Das H1 freut sich über zahlreiche und lautstarke Unterstützung.

MK

#Playoffs19

 

Volero Aarberg vs STB Volley                                                1:3 (24:26, 25:17, 18:25, 19:25)

Aarfit-Arena: 172 Zuschauer

Volero Aarberg: Bürgi (C), Käser (L) Rösch, van der Sluis, Muster, Scheurer, Schnyder, Däppen, Leiser, Fercher, Neumann

Abwesend: Christen (verletzt)

Coach: Brütsch

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