H1 mit Sieg zum Playoff Auftakt

Nach zuletzt eher schwachen Auftritten zeigten die Aarberger am Samstag eine eindrückliche Reaktion. In einer Partie, die alles zu bieten hatte was man sich von einem Playoff Spiel erhofft, konnte man die Basler Traktoren mit 3:1 besiegen.

Playoffs, ein Novum für die Aarberger Herren. Dies wiederspiegelte sich deutlich in der Nervosität einiger Protagonisten. Anders ist die ungewohnte Ruhe während der Kabinenansprache vor dem Aufwärmen nicht zu erklären. Die Anspannung und die Motivation der Jungs war deutlich spürbar.

Mit dem ersten Service war die Nervosität der Seeländer jedoch wie weggeblasen. Ein Traumstart des H1 zwang die Basler bereits früh, beim Stand von 9:4, zu einem Time-Out. Das Heimteam liess sich aber dadurch nicht aus der Ruhe bringen und punktete munter weiter. Basel fand über weite Strecken kein Rezept gegen die wuchtigen Aarberger Angriffen und wurde regelrecht dominiert. So kam der Volero bereits nach einer Viertelstunde zum ersten Satzball, welcher sogleich zum 25:9 verwertet wurde.

Wie so oft in letzter Zeit folgte beim H1 auch in diesem Spiel nach einem starken Start ein Zwischentief. Mit der Wut aus dem klar verlorenen ersten Satz begannen die Basler den zweiten einiges Druckvoller und Aggressiver. Der Gastgeber schien wie ausgewechselt und reihte Fehler an Fehler. Ein Rückstand von zehn Punkten war die Folge. Erst als die Rheinstädter die zwanzig Punkte Marke durchbrachen und endgültig warmgelaufen waren ging ein Ruck durch die Aarberger Mannschaft. Mit vereinten Kräften stemmte man sich gegen die drohende Satzniederlage. Doch der Rückstand war zu gross, sodass der zweite Durchgang mit 25:19 an Traktor Basel ging.

Die Partie wieder ausgeglichen, die Spannung hoch. Doch wie bereits im ersten Abschnitt, verschliefen die Basler auch den Start in den dritten. Eine 7:1 Führung für den Volero, war das bereits die Entscheidung? Nein, definitiv nicht. Traktor drehte nochmals auf und verringerte den Rückstand auf 3 Punkte. Von da an begegneten sich die beiden Teams auf Augenhöhe. Mit spektakulären Verteidigungsaktionen und schönen Angriffen auf beiden Seiten mutierte das Spiel zu einem wahren Volleyball Leckerbissen. Die äusserst knappe Angelegenheit brachte die Stimmung in der Halle auf den Höhepunkt. Beflügelt vom eigenen Anhang konnte sich das H1 den Satz mit 25:23 sichern.

Auch der vierte Umgang begann wie alle vorangegangenen, mit einem Fehlstart. Wieder waren es die Gäste, welche sich einen frühen fünf Punkte Rückstand einhandelten. Es folgte eine sehr ausgeglichen Phase in der das Servicerecht praktisch nach jedem Punkt die Seite wechselte. Traktor Basel wehrte sich nach Kräften und hielt sich mit starken Verteidigungen im Spiel. Die Aarberger gaben die Führung aber nicht mehr Preis und kontrollierten die Partie. Ein Monster-Block von Diagonalspieler Muster zum 25:19 beendete dieses erste Playoff Halbfinalspiel.

Nach 93 zum Teil äusserst nervenaufreibenden Spielminuten brachen in der Aarfit-Arena alle Dämme und die Aarberger lagen sich feiernd in den Armen. Mit 3:1 sicherte sich das H1 den Sieg im ersten Playoff Spiel der Volero Geschichte.

Noch war das sicher nicht eine perfekte Leistung, doch dass man, nach dem völlig verkorksten Auftritt im zweiten Satz, sich wieder fangen konnte und zu einer Reaktion fähig war zeugt von grosser Moral im Aarberger Team. Das H1 verschafft sich mit diesem Sieg eine gute Ausgangslage fürs Rückspiel von kommendem Sonntag.

Für die Auswärtspartie nächsten Sonntag, gibt es nach wie vor die Möglichkeit, mit der Mannschaft nach Basel zu reisen. Nutzt diese einmalige Gelegenheit und meldet euch für die Fan-Reise an. Das zweite Playoff Halbfinalspiel beginnt am 10. März um 14.30 Uhr in der Sporthalle Rankhof.

#Playoffs19

 

Volero Aarberg vs Basel Traktor 2                                                     3:1 (25:9, 19:25, 25:23, 25:19)

Aarfit-Arena: 129 Zuschauer

Volero Aarberg: Bürgi (C), Käser (L) Rösch, van der Sluis, Muster, Scheurer, Däppen, Leiser, Fercher, Neumann

Abwesend: Schnyder (rekonvaleszent), Christen (verletzt)

Coach: Brütsch

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